Was tun?

DOs & DON'Ts
Du willst weniger Pickel? Du kannst was tun: denn Pickel zu haben bedeutet nicht, sich damit abfinden zu müssen. Aber Vorsicht! Denn es gibt auch Sachen, die du besser lassen solltest …
Wenn bei euch zu Hause Wasser durch die Decke kommt, dann ruft ihr doch auch einen Fachmann an? Und wenn du hohes Fieber hast, gehst du selbstverständlich zum Arzt oder lässt ihn zu dir kommen? Deine Haut sollte dir auch einen Fachmann wert sein. Bei Pickeln kann das entweder dein Hautarzt oder deine Apotheke sein. Sie helfen dir gern und nehmen dich ernst.
Ein Hautarzt ist immer die richtige Wahl, schließlich beschäftigt er sich ausschließlich mit der Haut. Er kann dir das Produkt verschreiben, das genau zu dir und deiner Haut passt. Also bloß keine falschen Hemmungen! Auch Apotheker kennen sich mit Pickeln richtig gut aus. Und du bist mit Sicherheit nicht der erste und auch nicht der letzte, der sich an sie wendet. Also mach’s dir einfacher – lass die Experten ran! Schließlich gehst du bei Zahnschmerzen auch nicht zum Frisör …
Und wenn du dir ganz unsicher bist, frag doch mal deine Freunde oder Klassenkameraden, was sie für Erfahrungen haben und ob sie dir vielleicht sogar einen Hautarzt empfehlen können. Oder du nutzt den Arztfinder. Hier findest du einen Arzt ganz in deiner Nähe.
Morgens der erste Blick in den Badezimmerspiegel – ein roter Pickel auf der Nase. Kein Problem! Was du jetzt machen kannst:
Die richtige Reinigung: Regelmäßig morgens und abends die Gesichtshaut schonend mit milden Waschsubstanzen mit hautfreundlichem pH-Wert waschen. Make-up sollte abends immer entfernt werden.
Keine Seife! Denn die trocknet die Haut aus. Spannt deine Haut nach der Reinigung, nimm eine Feuchtigkeitscreme. Meide aber fetthaltige Cremes und Öl, denn hier tritt der unerwünschte Effekt ein: Mitesser bilden sich stärker.
Noch ein Tipp: Ein Peeling ab und zu kann für dich geeignet sein. Bei größeren oder entzündeten Pickeln schaden Peelings aber eher. Durch den „Rubbeleffekt“ werden Eiter und Bakterien weiter verteilt und es kann zu neuen Infektionen kommen.
Neben der Reinigung ist es natürlich wichtig, dass du ein wirklich wirksames Anti-Pickel Mittel einsetzt. Sofort-Hilfe gibt’s in der Apotheke oder bei deinem Fachmann für Haut: deinem Hautarzt.
Halt dich an die Anwendungstipps von Arzt und Apotheke, besonders Medikamente haben eine starke Wirkung und brauchen nicht noch deine zusätzliche Unterstützung.
Zähl doch deine Pickel – am besten rückwärts und du siehst die Verbesserung. Dazu brauchst du etwas Geduld und ein gutes Arzneimittel, aber nicht viel mehr. Zähl 1x die Woche.
Make-up oder Abdeckstifte helfen, Pickel fast auf der Stelle unsichtbar zu machen – oder zumindest zu kaschieren. Geh aber auch hier lieber ein wenig sparsamer damit um, denn sonst siehst du sehr schnell „überschminkt“ aus.
Sowohl bei der Pflege als auch beim Make-up ist es wichtig, dass sie keine Mitesser verursachen. „Anti-komedogen“ ist hier das Stichwort, das auf der Verpackung stehen sollte. In der Apotheke sind diese Produkte meistens gut gekennzeichnet.
Außerdem wichtig: Make-up sollte abends immer entfernt werden. Denn Reste davon können die Poren verschließen. Und dein Kopfkissen bleibt dabei auch noch sauber.
Und man kann es nicht oft genug sagen: Finger weg von Eiterpickeln! Das bringt wirklich nichts. Wenn schon, dann lass lieber die Profis ran: Gönn dir eine professionellen Hautreinigung in der Hautarztpraxis oder durch eine Kosmetikerin. In der „Akne-Toilette“ wird deine Haut fachgerecht mit Dampfbädern gereinigt und deine Mitesser professionell entfernt. Du musst dich also um nichts kümmern.
Es wäre so schön … aber viel zu einfach und leider völlig unmöglich: Pickel verschwinden nicht über Nacht. Nichts kann von heute auf morgen wirken. Ein Pickel ist wie eine Verletzung der Haut und wenn du dir mal in den Finger geschnitten hast, weißt du, dass es eben dauert bis alles verheilt ist.
Aber es lohnt sich! Denn wenn du ein wirksames Arzneimittel gegen Pickel einsetzt, dann kannst du nach 1 bis 2 Wochen Verbesserungen sehen – noch bessere nach 12 Wochen. Also zähl deine Pickel! Am besten rückwärts …
Kaum taucht ein Pickel auf und schon schmierst du die halbe Tube darauf? Oder bist du eher jemand der vorsichtshalber vier Anti-Pickel Produkte auf einmal benutzt? Vielleicht trifft nichts oder sogar beides auf dich zu. Deswegen ist es wichtig zu wissen, dass „viel" nicht viel hilft!
Du kannst sogar erreichen, dass deine Haut sich deutlich verschlechtert. Halte dich deswegen immer genau an die Packungsbeilage oder Anwendungshinweise. „Ein kleiner Tropfen“, „nur auf die betroffenen Stellen“ oder ähnliche Hinweise sind wirklich ernst gemeint. Nur wenn du dich genau daran hältst, können die Mittel dich gegen Pickel gut unterstützen.
Ein kurzer Moment unbedacht mit ungewaschenen Händen die Creme auf dem Gesicht verteilt – und schon sind sie da! Zahlreiche neue Bakterien, die vorher auf deinen Händen waren. verteilen sich dort weiter.
Bevor du also das Gesicht reinigst oder eincremst solltest du deine Hände auf jeden Fall immer gründlich waschen. Pickel-Quetschen ist immer ein No-Go.
Kaum kommt ein großer, blühender Eiterpickel ins Blickfeld, wird man auch schon nervös. Der Reiz kurzen Prozess mit ihm zu machen ist riesengroß. Was soll auch schon passieren? – Jede Menge! Denn beim Quetschen wird der Pickel mit den Bakterien noch weiter nach innen gedrückt. Die Entzündung breitet sich weiter aus und es können Narben entstehen, die dann nicht ohne weiteres wieder verschwinden.
Lass lieber eine Kosmetikerin oder Fachpersonal aus der Hautarztpraxis deine Haut reinigen. Die geschulten Experten wissen genau, was sie machen müssen und das Ergebnis ist sehenswert.
Sollte es wirklich nicht anders gehen und du musst an deinem Gesicht herumdoktern, dann wasch und desinfiziere dir wenigstens deine Hände und Haut vorher. Umwickel deine Finger mit einem Kosmetiktuch und heb den Pickel durch sanften Druck heraus. Stopp auf jeden Fall, sobald Blut oder eine klare Flüssigkeit austritt. Trotzdem besser: Hände weg vom Pickel.
Pickelbekämpfung ist kein Experimentierkasten. Du musst nicht alles ausprobieren, was neu auf dem Markt ist. Nach zwei Tagen immer wieder das Mittel zu wechseln, wenn es nichts bewirkt hat, ist auch keine Lösung, sondern bedeutet Stress pur für deine Haut. Fünf Produkte oder sogar mehr gleichzeitig anwenden? Auch das erreicht nur das Gegenteil: Deine Haut reagiert gereizt auf deine Experimente.
Ein gutes Mittel braucht mehrere Wochen um richtig zu wirken. Aber dann hast du auch wirklich ein sichtbares Ergebnis. Informier dich in der Apotheke und schon deine Haut!


